Glossar

TEXTILES FACHWISSEN

Textile Fachbegriffe, Materialien und Veredelungstechniken verständlich erklärt — praxisnah für Kunden, Einsteiger und Profis.

Suchst du Informationen zu den verschiedensten Veredelungstechniken? Kein Problem, hier bist du bei den Profis aus der Branche.

Materialien & Stoffarten

Baumwolle ist eine natürliche Textilfaser mit weichem Griff, hoher Atmungsaktivität und angenehmem Tragegefühl. Sie gehört zu den am häufigsten verwendeten Materialien im Textildruck und in der Stickerei.

Bio-Baumwolle wird ohne den Einsatz vieler chemischer Pflanzenschutzmittel angebaut und gilt als nachhaltigere Alternative zur klassischen Baumwolle.

Polyester ist eine synthetische Kunstfaser mit hoher Strapazierfähigkeit, Formstabilität und schneller Trocknung. Besonders häufig bei Sport- und Funktionsbekleidung eingesetzt.

Mischgewebe bestehen aus mehreren Fasern, beispielsweise Baumwolle und Polyester. Dadurch lassen sich Eigenschaften verschiedener Materialien kombinieren.

Elasthan ist eine hochelastische Kunstfaser, die Textilien dehnbar macht und für mehr Bewegungsfreiheit sorgt.

Jersey ist ein weicher, elastischer Stoff mit angenehmem Tragekomfort, der häufig für T-Shirts und Freizeitkleidung verwendet wird.

Single Jersey ist eine leichte, einlagige Jersey-Struktur, die besonders häufig bei klassischen T-Shirts verwendet wird.

Interlock ist ein dichter, beidseitig glatter Jersey-Stoff mit höherer Stabilität und angenehmem Griff.

Piqué ist ein strukturiertes Gewebe mit charakteristischer Wabenoptik, das besonders häufig für Poloshirts verwendet wird.

Fleece ist ein weiches, wärmeisolierendes Material aus Kunstfasern, das häufig bei Jacken und Outdoorbekleidung eingesetzt wird.

Softshell ist ein mehrlagiges Funktionsmaterial mit wasserabweisenden, winddichten und atmungsaktiven Eigenschaften.

Sweatstoff ist ein dicker, weicher Stoff mit angerauter Innenseite, der häufig für Hoodies und Sweatshirts verwendet wird.

French Terry ist ein mittelschwerer Sweatstoff mit weicher Oberfläche und typischer Schlingenstruktur auf der Innenseite.

Canvas ist ein robustes, fest gewebtes Material mit hoher Strapazierfähigkeit, das häufig für Taschen und Workwear genutzt wird.

Twill ist ein Gewebe mit charakteristischer diagonaler Struktur, das besonders langlebig und widerstandsfähig ist.

Microfaser besteht aus extrem feinen Kunstfasern und zeichnet sich durch geringes Gewicht sowie hohe Feuchtigkeitsaufnahme aus.

Funktionsgewebe sind speziell entwickelte Materialien mit Eigenschaften wie Feuchtigkeitsregulierung, Atmungsaktivität oder Wetterbeständigkeit.

Ringspun bezeichnet ein besonders fein gesponnenes Garn, das für weichere, glattere und hochwertigere Textilien sorgt.

Textilproduktion & Verarbeitung hier gehts weiter…

Die Grammatur beschreibt das Gewicht eines Stoffes pro Quadratmeter (g/m²) und beeinflusst Stabilität, Qualität und Tragegefühl eines Textils.

Gewebe entstehen durch das Verkreuzen von Kett- und Schussfäden und zeichnen sich durch hohe Stabilität aus.

Wirkware wird durch Maschenbildung hergestellt und besitzt meist elastische Eigenschaften.

Maschenware umfasst textile Flächen, die aus miteinander verbundenen Maschen bestehen und besonders flexibel sind.

Konfektion beschreibt die Weiterverarbeitung von Stoffen zu fertigen Kleidungsstücken oder Textilprodukten.

Die Färbung bezeichnet das Einbringen von Farbstoffen in textile Materialien zur dauerhaften Farbgebung.

Die Wassersäule ist auch eine Maßeinheit, um die Dichtheit z. B. von technischen Geweben (Zelte, Funktions- und Regenbekleidung) anzugeben. Dort wird die Wassersäule angegeben, die auf dem Gewebe lasten kann, bevor es Feuchtigkeit durchlässt. Regen fällt mit einem Druck von ca. 1000 mm. Ab einem fest definierten Wert, Regenkleidung 1500 mm, Oberzelte 1500 mm und Zeltböden 2000 mm nach DIN gilt das Gewebe als wasserdicht. Der minimale Standard für Wasserdichte liegt bei einer Wassersäule von 1500 mm.

Farbfixierung beschreibt den Prozess, bei dem Farben oder Drucke dauerhaft mit dem Textil verbunden werden.

Einlaufwerte geben an, wie stark ein Textil nach dem Waschen schrumpfen kann. Oft werden Toleranzen +/- in Prozent oder Werten angegeben.

Nahtarten unterscheiden verschiedene Methoden, Stoffe dauerhaft miteinander zu verbinden.

Qualität & Zertifizierungen

OEKO-TEX ist ein Prüfsystem für schadstoffgeprüfte Textilien und steht für hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards.

Farbechtheit beschreibt die Widerstandsfähigkeit einer Farbe gegenüber Waschen, Licht oder Abrieb.

Waschbeständigkeit beschreibt, wie gut Farben und Materialien wiederholte Waschvorgänge überstehen.

Lichtechtheit gibt an, wie widerstandsfähig Farben gegenüber Sonnen- oder UV-Licht sind.

Abriebfestigkeit beschreibt die Widerstandsfähigkeit eines Materials gegen mechanische Beanspruchung.

Nachhaltigkeit beschreibt umwelt- und ressourcenschonende Prozesse in Herstellung und Verarbeitung von Textilien, oft anhand von Prüfsiegeln.

Die Schadstoffprüfung untersucht Textilien auf gesundheitlich bedenkliche Inhaltsstoffe.

Pflege & Materialeigenschaften

Atmungsaktive Textilien ermöglichen den Austausch von Feuchtigkeit und Luft und verbessern den Tragekomfort.

Wasserabweisende Materialien verhindern das schnelle Eindringen von Feuchtigkeit in den Stoff.

Winddichte Textilien schützen den Körper vor kalter Luft und Zugluft.

Antibakterielle Ausrüstungen reduzieren die Vermehrung von Bakterien auf Textilien.

Antistatische Textilien verhindern oder reduzieren elektrische Aufladung.

Pflegeleichte Stoffe lassen sich einfach reinigen und knittern meist weniger.

Bügelfreie Textilien behalten auch nach dem Waschen eine glatte Oberfläche.

Feuchtigkeitsregulierende Materialien transportieren Schweiß vom Körper weg und verbessern das Tragegefühl.